Warum der Jahrgang 1933 so selten ist
Anfang 1933 vollendete die Münzstätte Kremnitz die letzte Charge der Zehn-Kronen-Stücke, die die geplante Gesamtobergrenze von 25 Millionen erreichen sollte. Ein Teil der Prägung landete jedoch unter den sogenannten cesálie — Ausschussmünzen —, und weitere Bestände wurden später eingeschmolzen.
| Zeitraum | Was geschah |
|---|---|
| Ende 1932 | Die Münzstätte hatte bereits Zehn-Kronen-Stücke mit denselben Stempeln geprägt, jedoch ohne Freigabe zum Versand. |
| 2.–7. Januar 1933 | Letzte Probeprägung; ein Teil des Überschusses landet unter den fehlerhaften Stücken. |
| Sommer 1933 | Das Finanzministerium senkt das Limit für silberne Zehn-Kronen-Stücke und stellt die weitere Prägung ein. |
| 1934–1939 | Nicht benötigte Silberbestände werden für andere Nennwerte erneut eingeschmolzen. |
Technische Daten und künstlerische Details
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Metall / Feinheit | Ag 700/1000 + Cu 30 % |
| Durchmesser | 30 mm |
| Gewicht | 10 g |
| Rand | Feine Riffelung |
| Entwurf von | Jaroslav Horejc |
| Seltenheit | RR |
Wie viele Stücke vermutlich erhalten sind
- offizieller Prägeplan für 1933: 915.000 Stück
- belegte Stücke vom Jahreswechsel 1932/1933: etwa 208.000 Stück im Fertigungsfluss
- letzter Überschuss aus dem Januar 1933: rund 5.000 Stück unter den cesálie-Ausschussmünzen
- heutige Schätzung der Sammler: 3.000–5.000 Stück in beliebiger Erhaltung
Am wertvollsten sind natürlich Spitzenstücke in außergewöhnlicher Erhaltung, bei denen es nicht mehr nur um einen seltenen Jahrgang geht, sondern um wirklich konkurrenzfähiges Sammlermaterial.
Original gegen Fälschung: eine schnelle Prüfung
| Kriterium | Worauf zu achten ist |
|---|---|
| Anzahl der Perlen | 96 auf dem Avers, 101 auf dem Revers; Kopien weichen häufig ab. |
| Künstlersignatur | Die Signatur „J H" am Fuß der Garbe ist flach, aber sauber und präzise. |
| Material | Legierung Ag 700/1000, keine Reaktion auf einen Magneten. |
| Rand | Feine, gleichmäßige Riffelung ohne den modernen „weichen" Eindruck. |
Anlagepotenzial
- die geringe Zahl erhaltener Stücke macht den Jahrgang 1933 zu einer wahren Ikone unter den Silbermünzen der Ersten Republik
- die eindrucksvolle Geschichte von Entstehung und Ende der Ausgabe verleiht der Münze einen außergewöhnlichen Reiz für Sammler
- der Wert ergibt sich nicht in erster Linie aus dem Silbergehalt, sondern fast ausschließlich aus der numismatischen Seltenheit
Genau deshalb gilt die 10 Kronen 1933 als ein Stück, das sich sowohl in einer starken Sammlung als auch in einem anlageorientierten Portfolio tschechoslowakischer Münzen gut macht.
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