Identifikation von Münzen, Medaillen und Banknoten sowie Bestimmung von Herkunft und Prägezeit.
Marktbewertung einzelner Stücke oder ganzer Sammlungen für Verkauf, Erbschaft oder Versicherung.
Fachliche Echtheitsprüfung des Materials durch erfahrene Numismatiker.
Erstellung fachlicher Gutachten nach Bedarf — für rechtliche, gerichtliche oder interne Zwecke.
Vertretung von Kunden bei Verkäufen und Ankäufen auf Auktionen im In- und Ausland.
Bei Münzen gilt — anders als bei sonstigen Antiquitäten — eine 200 Jahre alte Münze noch als verhältnismäßig moderne Prägung. Münzen werden seit über 2.000 Jahren geprägt; das Münzmetall ist recht beständig, sodass eine so alte Münze ohne Weiteres und sogar zu einem annehmbaren Preis zu beschaffen ist. Solche alten griechischen und römischen Münzen verkaufen wir auch in unserem Geschäft. Die Regel „je älter, desto wertvoller" trifft daher keinesfalls zu.
Die Laienvorstellung, Goldmünzen seien am seltensten und kleine Bronze- oder Kupfermünzen am wenigsten wert, trifft nicht zu. Das Münzmetall deutet nur an, in welche Kategorie eine Münze gehören könnte; der Preis ergibt sich vor allem aus weiteren Kriterien.
Wie in anderen Bereichen gilt auch bei Münzen und Banknoten: je besser die Erhaltung, desto höher der Preis. Selbst eine sehr verbreitete Münze in tadelloser Erhaltung wird meist höher bewertet als eine seltene, aber schlecht erhaltene Münze.
Die Seltenheit von Münzen, Medaillen oder Banknoten ergibt sich aus der Zahl der geprägten Stücke und vor allem aus der Zahl der erhaltenen, auf dem Sammlermarkt verfügbaren Stücke. Wo das Angebot groß und die Sammlernachfrage gering ist, ist der Preis niedrig; wo das Angebot klein und die Nachfrage hoch ist, ist auch der Preis hoch.
Weitere Kriterien scheinen mit Münzen und sonstigem Sammlermaterial nichts zu tun zu haben, beeinflussen den Preis jedoch mitunter erheblich. Zu nennen sind hier vor allem die Sammlerbeliebtheit sowie die wirtschaftliche Lage der Sammler und der Gesamtwirtschaft. Am meisten gesammelt werden die zugänglichsten und bekanntesten Münzen, also Münzen der Tschechischen Republik und der Tschechoslowakei sowie Münzen, die historisch auf unserem Gebiet umliefen. Eine gewöhnliche Münze Franz Josephs ist besser verkäuflich als etwa eine seltenere Münze Boliviens oder Kameruns. Anzumerken ist außerdem, dass sich die Beliebtheit des Sammelns einzelner Münzen häufig ändert und sich damit auch die Preise ändern.
Der Preis wird unter Berücksichtigung aller fünf oben genannten Kriterien festgelegt, gestützt auf langjährige Erfahrung und die regelmäßige Beobachtung des Sammlermarktes. Die Vorstellung, man kaufe sich einen Katalog und finde es darin, oder die naive Annahme, man finde es im Internet, ist völlig falsch.
Ganz allgemein lässt sich sagen, dass wertvolle Münzen jene sind, die alt, selten, sehr gut erhalten und gefragt sind. Ehrlich gesagt habe ich davon nicht viele gesehen. Am wenigsten wert sind dagegen gewöhnliche, schlecht erhaltene Münzen, nach denen kaum ein Sammler fragt — und das ist leider die Mehrheit. Alle übrigen Münzen liegen irgendwo dazwischen, und es ist selbst für einen Fachmann recht schwierig, alle Gegebenheiten genau zu bewerten, geschweige denn für einen Laien.
Hier nennen wir einige der häufigsten Münzen, die sich in fast jeder Familie erhalten haben. Sie können sie ohne Weiteres einem angehenden Sammler überlassen.
Maria Theresia
Franz II.
Franz Joseph I.
Tschechoslowakei